Backend-Suchbegriffe sehen Kunden nie, Amazon nutzt sie aber, um dein Produkt zu finden. Auf Amazon.de muss das Feld unter 250 Byte bleiben – Byte, nicht Zeichen –, sodass höchstens 249 Byte nutzbar sind, und jeder Umlaut belegt zwei davon. Wörter aus dem Titel bringen dort nichts. So füllst du das Feld, damit jedes Byte zählt.
Bytes, nicht Zeichen
Seller Central begrenzt das Suchbegriffe-Feld auf weniger als 250 Byte; nutzbar sind also höchstens 249. Gezählt wird in UTF‑8: Buchstaben ohne Akzent, Ziffern und Leerzeichen belegen je ein Byte, jeder Umlaut und jedes „ß“ zwei, Zeichen wie „€“ oder ein Gedankenstrich drei.
- kaffeebecher becher pott
- 24 Zeichen = 24 Byte
- spülmaschinenfest
- 17 Zeichen = 18 Byte
- fußball größe
- 13 Zeichen = 16 Byte
- ä, ö, ü, ß
- 1 Zeichen = je 2 Byte
Ein deutsches Feld, das nach 240 Zeichen aussieht, kann deshalb deutlich über dem Limit liegen. Ob Leerzeichen mitzählen, ist nicht eindeutig: Ältere Amazon-Hinweise sagen, Leerzeichen und Satzzeichen würden nicht gezählt; Verkäufer berichten dagegen von Fehlermeldungen, sobald der Text mit Leerzeichen über 249 Byte liegt. Zähl deshalb vorsichtig alles mit. Liegt das Feld über dem Limit, lehnt Seller Central es ab oder es wird nach Berichten vieler Verkäufer gar nicht indexiert – dann verlierst du alle Begriffe, nicht nur die überzähligen.
Wo du das Feld findest
In Seller Central steht das Feld „Suchbegriffe“ in der Angebotsbearbeitung; in Lagerbestandsdateien und der API heißt das Attribut generic_keyword (in älteren Vorlagen generic_keywords). Ältere Vorlagen hatten bis zu fünf Zeilen dafür: Das Limit gilt für alle zusammen, mehr Zeilen bringen keinen Platz.
Pro Marktplatz pflegst du eigene Suchbegriffe in der Sprache dieses Marktplatzes. Wenn du auf Amazon.fr oder Amazon.it verkaufst, übersetz die Begriffe nicht wörtlich, sondern recherchier, wie Kunden dort suchen.
Was ins Feld gehört
Nutze das Feld für Wörter, nach denen Kunden suchen, die aber nicht natürlich in Titel und Bullet Points passen:
- Synonyme und umgangssprachliche Namen („thermosflasche isolierflasche“),
- regionale Varianten und Teile zusammengesetzter Wörter („becher pott tasse“),
- Einsatzbereiche und Anlässe, die für das Produkt stimmen („büro wandern fahrrad“),
- häufige Tippfehler, aber nur, wenn Kunden sie wirklich eingeben.
Schreib einzelne Wörter in Kleinbuchstaben, getrennt durch ein Leerzeichen. Groß- und Kleinschreibung spielen keine Rolle. Amazons Hilfe empfiehlt, zusammengehörige Wörter in der Reihenfolge zu schreiben, in der Kunden sie eintippen; darüber hinaus macht die Reihenfolge wenig Unterschied.
Was nicht hineingehört
- Wörter, die schon im Titel, in den Bullet Points oder einem anderen Feld stehen – Wiederholungen verschwenden nur Bytes,
- Kommas, Semikolons und andere Satzzeichen: Leerzeichen genügen,
- Markennamen, eigene wie fremde – fremde Marken können außerdem eine Markenverletzung sein,
- ASINs und andere Produktkennungen,
- subjektive oder zeitlich begrenzte Wörter wie „beste“, „günstig“, „neu“ oder „Angebot“,
- Wörter, die etwas behaupten, was das Produkt nicht ist oder nicht kann – auch unsichtbare Begriffe gelten als Teil deines Angebots,
- dasselbe Wort zweimal.
Vorher und nachher
Für einen Titel wie „Fjellmo Trinkflasche Edelstahl 750 ml, doppelwandig isoliert, auslaufsicher“:
- Vorher
- Fjellmo, Trinkflasche, Edelstahl, beste Flasche, NEU, isoliert, Wasserflasche, wasserflaschen
- Nachher
- thermosflasche isolierflasche wasserflasche sportflasche fahrradflasche büro wandern schule kinder kalt heiß
Die zweite Fassung wiederholt kein Titelwort, enthält keine Marke und keine Satzzeichen und nutzt ihre 110 Byte für neue Wörter – der Rest bis 249 Byte bleibt frei für weitere echte Suchbegriffe.
Für Titel und Bullet Points gelten eigene Regeln: siehe Amazon-Produkttitel und Bullet Points.
Suchbegriffe prüfen
Der Byte-Zähler für Suchbegriffe zählt die Bytes direkt beim Tippen, inklusive Leerzeichen, und zeigt, wo das Limit überschritten ist. Füge Titel und Suchbegriffe in den kostenlosen Listing-Check ein, um zusätzlich wiederholte Titelwörter, Duplikate, Satzzeichen und Markennamen zu sehen. Wenn ein Angebot trotz allem nicht auftaucht, hilft der Ratgeber zu unterdrückten Amazon-Angeboten.